Er lässt sich nicht gerne festlegen. Schon vom Spektrum der eingesetzten Medien her ist Ralf Ziervogel ständig auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. So hat er Videofilme produziert, auf denen er sich alltäglichen Aktivitäten wie dem Zähneputzen widmet, so lange, wie der Zahnarzt es empfiehlt. Er hat Installationen gestaltet, in Berlin plant er einen riesigen Kubus für das Tempelhofer Feld. Bekannt wurde er mit filigranen Zeichnungen, die auf den ersten Blicke wie reine Ornamente wirken, sich bei näherem Hinsehen aber als Zeichnungen von kleinen Figuren bei zum Teil grausamen Aktionen entpuppen. Seit einigen Jahren greift er nicht zum Stift, wenn er zeichnen will, er zeichnet auch keine Körper, er zeichnet mit seinem Körper.